30. Mai 2010 | Geschrieben von Malte

Mein Premierentag

Wie lief der Premierentag eigentlich für uns Darsteller ab? Schon nach dem Aufstehen verspürte ich etwas Nervosität, doch diese verflog dann erstmal wieder, aber als ich dann auf dem Hof gegen 13 Uhr ankam, war sie sofort wieder da. Ich sah die Bühne und musste an den bevorstehenden Abend denken. Das wird schon werden, dachte ich und begab mich in das Hofbüro, um mit Kirsten (Rolle: Magda) Autogrammkarten und Programmhefte für den Abend zu drucken. Bis spät in die Nacht haben wir noch am Programmheft gearbeitet, sodass wir es erst am Premierentag drucken konnten.

Nach über 1,5 Stunden im Büro war die Arbeit dort noch immer nicht erledigt, aber auch auf der Bühne war noch viel zu tun, weshalb ich dort schon mal die Tische und Stühle in die Gaststätte stellte und die Requisiten an ihren Ort brachte. Anschließend wurden die Sitzbänke für das Publikum aufgebaut. Nach und nach trudelten die anderen Darsteller ein und gemeinsam wurden die letzten Arbeiten erledigt.

Jetzt war erst einmal Zeit für eine kleine Stärkung. Bei Kaffee, Saft und Kuchen setzten wir uns in die Gaststätte auf die Bühne und plauderten schon über den Abend. Kaum einer wagte einen Blick in die vor uns liegenden Sitzreihen, wo schon in wenigen Stunden die Besucher sitzen würden.

Wir alle waren uns nach der Kaffeepause einig: Wir müssen das Stück noch einmal ohne Publikum durchspielen, denn bei den Proben hat sich gezeigt, dass das Stück im zweiten Durchlauf immer besser klappte. So, als ob wir uns immer erst warm spielen müssten.  Gesagt, getan. Schnell wurden die Kostüme angezogen und es konnte losgehen.

Gerade noch rechtzeitig. Kaum waren wir mit dem Stück durch, betraten auch schon die ersten Besucher die Streichelwiese. Jetzt war es wieder da: das Kribbeln im Bauch, was ich schon nach dem Aufstehen verspürte.

Die Zeit bis zum Beginn des Stückes verflog. Einige Darsteller wurden noch nachgeschminkt, während andere bereits Speisen & Getränke aus der Gaststätte, einem Teil des Bühnenbildes, verkauften. Und dann war es soweit. Das Läuten der Glocke verriet, dass es jetzt losgehen würde. Nach einer kurzen Ansage, betraten die ersten Darsteller die Bühne. Die Premiere von “Der Schatz vom Viehbrook” begann.


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